Quarzfeinstaub im Bau und Bergbau

Die anerkannten Berufskrankheitsfälle, die im Zusammenhang mit der Exposition durch quarzführenden Stäube stehen zeigen, dass hierbei vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im ober- und untertätigen Bergbau, die Werksteinindustrie sowie der Erd-, Fels- und Tunnelbau betroffen sind.

Zur Sensibilisierung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für die Problematik Quarzfeinstaub wird im ersten Schritt ein Beratungs- und Kontrollschwerpunkt für eine staubarme (staubfreie) Arbeitsweise auf Baustellen und im ober- und untertägigen Bergbau und im Besonderen die Reduktion oder Vermeidung von „Quarzfeinstaub“ durchgeführt. 

Gesetzliche Bestimmungen

Auf Grund der Einstufung des Quarzfeinstaubes als kanzerogen und der damit verbundenen Reduktion des Grenzwertes für Quarzfeinstaub (ein MAK-Tagesmittelwert) um 2/3 von 0,15 mg/m³ auf 0,05 mg/m³, sind vor allem die Bestimmungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG), der Grenzwerteverordnung 2021 (GKV) und die Verordnung zur Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz 2020 (VGÜ) einzuhalten. Dazu werden den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bei der Beratung Branchenlösung und Evaluierungshilfen zur Verfügung gestellt, um mit technischen, organisatorischen Maßnahmen die Einhaltung der Vorschriften und des Grenzwertes bei einer Quarzstaubexposition zu erreichen. Zusätzlich wird auf der Homepage der Arbeitsinspektion unter der Rubrik „Arbeitsstoffe mit Sonderbestimmungen - Quarzfeinstaub “ vertiefend über die Vorgaben zu Quarzfeinstaub informiert. 

Abschlussveranstaltung der Quarzfeinstaubschwerpunktaktion "Quarzfeinstaub – Kampf dem arbeitsbedingten Krebs!"

 Am 27. September 2022 fand die virtuelle Abschlussveranstaltung Quarzfeinstaubschwerpunktaktion "Quarzfeinstaub – Kampf dem arbeitsbedingten Krebs!“ statt, die die Untersuchung von staubarmen (staubfreien) Arbeitsweisen auf Baustellen und im obertägigen Bergbau und eine nachhaltige Reduktion oder Vermeidung von Quarzfeinstaub in Österreich in den Mittelpunkt stellt. Teilgenommen haben Interessierte aus ganz Europa, beispielsweise aus Frankreich, Irland, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Griechenland, Spanien, Portugal, usw. Die ungefähre Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war 170 Personen.

Sie konnten nicht teilnehmen? Dann haben Sie hier die Möglichkeit, sich noch einmal alles in Ruhe anzusehen.

Programm der Veranstaltung - Quarzfeinstaub - Kampf dem arbeitsbedingten Krebs! (PDF, 0,4 MB)

Quarzfeinstaub – Kampf dem arbeitsbedingten Krebs!


Abschlussbericht folgt...





Letzte Änderung am: 05.10.2022