2021: Quarzfeinstaub im Bau und Bergbau

Die anerkannten Berufskrankheitsfälle, die im Zusammenhang mit der Exposition durch quarzführenden Stäube stehen zeigen, dass hierbei vor allem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im ober- und untertätigen Bergbau, die Werksteinindustrie sowie der Erd-, Fels- und Tunnelbau betroffen sind.

Zur Sensibilisierung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für die Problematik Quarzfeinstaub wird im ersten Schritt ein Beratungs- und Kontrollschwerpunkt für eine staubarme (staubfreie) Arbeitsweise auf Baustellen und im ober- und untertägigen Bergbau und im Besonderen die Reduktion oder Vermeidung von „Quarzfeinstaub“ durchgeführt. 

Gesetzliche Bestimmungen

Auf Grund der Einstufung des Quarzfeinstaubes als kanzerogen und der damit verbundenen Reduktion des Grenzwertes für Quarzfeinstaub (ein MAK-Tagesmittelwert) um 2/3 von 0,15 mg/m³ auf 0,05 mg/m³, sind vor allem die Bestimmungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG), der Grenzwerteverordnung 2021 (GKV) und die Verordnung zur Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz 2020 (VGÜ) einzuhalten. Dazu werden den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern bei der Beratung Branchenlösung und Evaluierungshilfen zur Verfügung gestellt, um mit technischen, organisatorischen Maßnahmen die Einhaltung der Vorschriften und des Grenzwertes bei einer Quarzstaubexposition zu erreichen. Zusätzlich wird auf der Homepage der Arbeitsinspektion unter der Rubrik „Arbeitsstoffe mit Sonderbestimmungen - Quarzfeinstaub “ vertiefend über die Vorgaben zu Quarzfeinstaub informiert. 

Umfang der Aktion

Es sollen im Zeitraum von 12 Monaten ~ 2000 Unternehmen auf Baustellen und rd. 250 ober- bzw. untertägige Bergbaubetriebe beraten und kontrolliert werden.

Im zweiten Schritt sollen dann die Ergebnisse der Beratungen und Verbesserungen auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes bei der Exposition von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Quarzfeinstaub betrachtet und kontrolliert werden.

Letzte Änderung am: 14.05.2021