Berufsbild: Arbeitsinspektor:in
Arbeitsinspektor:innen überprüfen die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz des Lebens und der Gesundheit der arbeitenden Menschen in den Betrieben. Sie betreuen 250.000 Betriebsstätten mit über 3 Mio. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
Was macht ein/e Arbeitsinspektor:in?
Arbeitsinspektor:innen sind vor Ort in den Betrieben und auf Baustellen tätig und sind in Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen. Dort überprüfen sie ob die gesetzlich notwendigen Schutzmaßnahmen gesetzt wurden und ob die Arbeitszeit eingehalten wird. Damit zusammenhängend beraten sie Unternehmen über die Vorschriften im Arbeitsschutz. In diesem Rahmen werden z.B. Arbeitsunfälle untersucht oder es wird Hinweisen auf Mängel in Betrieben nachgegangen. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen werden Schwerpunkte durchgeführt z.B. in bestimmten Branchen oder zu bestimmten Themen, wie der Prävention von arbeitsbedingten Muskel- und Skeletterkrankungen. Arbeitsinspektorinnen und Arbeitsinspektoren beraten zu betrieblichen Projekten, damit Sicherheit und Gesundheitsschutz bereits von Anfang an bestmöglich integriert werden können. Außerdem nehmen sie an gewerberechtlichen Genehmigungsverhandlungen teil und vertreten die Interessen des Arbeitsschutzes. Hier findet man Beispiele aus dem täglichen Leben von Arbeitsinspektor:innen.
Wie kann ich Arbeitsinspektor:in werden?
Keine Scheu haben - einfach mal bewerben! Da die zu betreuenden Betriebe und Baustellen sehr vielfältig sind, braucht es Arbeitsinspektor:innen, die diese Vielfalt widerspiegeln. Es braucht Personen mit naturwissenschaftlichem Hintergrund (z.B. Chemie, Verfahrenstechnik, Umweltschutztechnologie, Biochemie) sowie aus den Bereichen wie Hochbau, Tiefbau, Bauingenieurwesen, Architektur, Geologie, Montanwissenschaften. Es braucht aber auch zunehmend Außendienst-Mitarbeiter:innen mit Fachkompetenzen in den Bereichen Gesundheit- und Sozialwesen (z.B. gehobene medizinische Dienste, Gesundheitstechnik, Public Health) sowie Tourismus und Gastgewerbe, um den aktuellen Herausforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden.
Geeignete fachliche Ausbildungen sind entweder ein entsprechender Maturaabschluss, ein Hochschul- bzw. FH-Abschluss oder eine Lehre mit Matura/Studium.
Gibt es Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten als Arbeitsinspektor:in?
Ja. In der Ausbildung zur Arbeitsinspektor:in wird die eigene Fachkompetenz stark erweitert und erforderliches Basiswissen unter anderem in den Bereichen Recht, Technik, Naturwissenschaft, Arbeitsmedizin, Arbeitspsychologie und Kommunikation vermittelt. Die Grundausbildung ist für alle gleich, unabhängig vom geplanten Einsatzgebiet und zugeordnete Abteilung. Für besondere Funktionen, z.B. für Mutterschutz oder für Bauarbeiten sind im Anschluss zusätzliche Fachseminare vorgesehen. Arbeitsinspektor:innen stehen zudem zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen.
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In folgendem Video erzählt Arbeitsinspektorin Ulrike Lamprechter über ihre Erfahrungen im Beruf.
Letzte Änderung am: 15.04.2026