Editorial

Sektionschefin Anna Ritzberger-Moser und Gruppenleiterin Alexandra Marx stellen den neuen Newsletter der Arbeitsinspektion vor und geben einen kurzen Überblick über aktuelle Themen.


Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wir freuen uns, dass Sie sich für den Newsletter der Arbeitsinspektion interessieren. Hier wird ab sofort regelmäßig über Neuerungen im Arbeitsschutz und über aktuelle Tätigkeiten der Arbeitsinspektion berichtet. Ziel des Arbeitsschutzes, und damit auch der Arbeitsinspektion, ist es, den arbeitenden Menschen ein Berufsleben ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten oder sonstige arbeitsbedingte Erkrankungen zu ermöglichen. Wir wollen Sie mit diesem Newsletter deshalb über präventive Maßnahmen sowie aktuelle Entwicklungen im Bereich Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz informiert halten und freuen uns über Rückmeldungen. 

Auf gesetzlicher Ebene gab es im Juli eine wichtige Veränderung: zur Unterstützung von Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner kann unter deren Leitung ein arbeitsmedizinischer Fachdienst eingesetzt werden. Das war notwendig, um weiterhin eine bestmögliche arbeitsmedizinische Betreuung von Betrieben zu gewährleisten. Mehr über die Novelle zum ArbeitnehmerInnenschutzgesetz finden Sie unter ‚Gesetzesänderungen‘. 

Auch die Schwerpunkte der Arbeitsinspektion sind ein wichtiger Teil des Newsletters – dieses Jahr zum Thema Lärm als Berufskrankheit. Lärmschwerhörigkeit ist eine der am häufigsten auftretenden Berufskrankheiten. Vor diesem Hintergrund führen Arbeitsinspektorinnen und Arbeitsinspektoren an vier Fokustagen in ganz Österreich vermehrt Lärmmessungen durch. Begleitet wird das von einer Beratungsoffensive, bei der in Betrieben mit Lärmbelastung eine ausführliche Information erfolgt. Ziel ist es, die gesetzliche Forderung nach Lärmreduktion sicherzustellen und breitflächig Aufmerksamkeit dafür zu schaffen. Nach einem erfolgreichen Fokustag am 13. September freuen wir uns bereits auf den vierten am 29. November.


Der Newsletter soll auch über Entwicklungen in der Arbeitswelt informieren und wie die Arbeitsinspektion darauf reagiert. Während Arbeitsunfälle seit Jahren sinken, steigen arbeitsbedingte Erkrankungen wie Muskel-Skelett-Erkrankungen. Auf diese Veränderung wollen wir unter anderem in puncto Personalausstattung reagieren und vermehrt Arbeitsinspektorinnen und Arbeitsinspektoren mit einem Hintergrund in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen oder Tourismus und Gastgewerbe beschäftigen. Ziel ist ein breiteres Qualifikationsspektrum und eine nachhaltige Verankerung von gesundheitsrelevanten Themen.

Zudem ist es uns ein Anliegen, mehr weibliches Personal für den Außendienst zu gewinnen, um dem tatsächlichen Geschlechterverhältnis in der Arbeitswelt gerecht zu werden. Alle aktuellen Stellenangebote finden Sie auch hier im Newsletter.

Wie wichtig und sinnstiftend der Beruf der Arbeitsinspektorin bzw. des Arbeitsinspektors ist, lässt sich auch in ,Geschichten aus dem Arbeitsinspektorat‘ nachlesen. Je nach Ausgabe berichten wir dort über eine Erfolgsgeschichte oder ein Good-Practice-Beispiel. Ziel ist es, über geeignete Maßnahmen für unterschiedlichste, betriebliche Notwendigkeiten zu informieren.  

An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Arbeitsinspektorate sowie des Zentral-Arbeitsinspektorats für ihre wertvolle Arbeit bedanken. Auch bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wollen wir uns für das Interesse an den Tätigkeiten der Arbeitsinspektion bedanken und wünschen viel Vergnügen beim Lesen. 

Unterschrift Sektionschefin Ritzberger-Moser




Anna Ritzberger-Moser

Leiterin der Sektion Arbeitsrecht
und Zentral-Arbeitsinspektorat


Gruppenleitung Alexandra Marx Unterschrift




Alexandra Marx
Leiterin der Gruppe Zentral-Arbeitsinspektorat


Letzte Änderung am: 06.12.2022